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Gefahr durch Alkohol am Steuer

Alle Jahre wieder kommt das Christkind. Mit ihm jedoch auch die ein oder andere Weihnachtsfeier. Egal ob im Unternehmen, bei einem Verein, im Verband oder einfach bei Freunden, im Dezember laden Weihnachtsfeiern zum fröhlichen Umtrunk ein. Leider vergessen viele Feiernde dabei die immensen Gefahren, die von zu hohem Alkoholkonsum ausgehen. Auf einer Weihnachtsfeier verlieren viele Gäste schnell ihre Hemmungen und trinken dann im fröhlichen Beisammensein einen über den Durst. Wenn diese Personen sich dann noch ans Steuer setzen, dann gefährden sie nicht nur ihres, sondern auch das Leben anderer Verkehrsteilnehmer. Denn viele Feiernde vergessen während der Party auf ihren Alkoholpegel zu achten. Ein Bier oder ein Schnaps mehr geht ja eigentlich immer. Vor allem heiße alkoholische Getränke wie Glühwein oder Jägertee steigern den Blutalkoholspiegel in einem hohen Maße und viel schneller als kalte Getränke. Auch der Restalkohol nach der Feier macht vielen Menschen noch zu schaffen, diese setzen sich am Morgen aber trotzdem ans Steuer. Doch was müsste man beachten, damit man unbeschadet durch die Weihnachtsfeier-Zeit kommt?

Vorsicht vor Glühwein und Co. auf der Weihnachtsfeier

Auf einer Weihnachtsfeier wird bekanntlich viel getrunken und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Vor allem heiße Getränke mit Alkohol, wie Glühwein und Jägertee sind in der Vorweihnachtszeit sehr beliebt. Dabei ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass beim Verzehr von warmen alkoholischen Getränken der Alkohol viel schneller ins Blut geht, als bei kalten. Schon ein Glas Glühwein kann bei vielen Menschen schon zu einer Fahruntüchtigkeit führen. Denn die Wärme regt die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt an. Dadurch wird die Aufnahme an Alkohol beschleunigt und man wird schneller betrunken. Der enthaltene Zucker fördert die Alkoholaufnahme zusätzlich. Ein Mann mit einem Gewicht von 80 Kilogramm hat nach dem Verzehr eines Glühweins bereits einen Alkoholpegel von 0,35 Promille. Eine Frau mit dem Gewicht von 60 Kilogramm hat bei der gleichen Menge schon einen Blutalkoholwert von 0,5 Promille und ist damit in keinster Weise mehr fahrtauglich.

Restalkohol wird nach der Weihnachtsfeier oft vergessen

In vielen Fällen wird der Restalkohol nach einer Weihnachtsfeier stark unterschätzt. Pro Stunde baut der menschliche Körper 0,1 Promille Alkohol im Blut ab. In unserer Gesellschaft herrscht immer noch der Irrglaube, dass man diesen Abbauprozess beschleunigen kann. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wenn ein 80 Kilogramm schwerer Mann nach einer Weihnachtsfeier mit 1,2 Promille ins Bett geht, dann ist er am nächsten Morgen keineswegs fahrtüchtig. Nehmen wir einmal an er geht um 1.00 Uhr ins Bett und steht um 8.00 Uhr auf. Dann hat dieser während der Nacht nur 0,7 Promille abgebaut. Würde dieser dann in die Arbeit mit dem Auto fahren, hätte er immer noch 0.5 Promille Alkohol in seinem Blut. Sollte ihn dann die Polizei aufhalten, würde diesem Mann ein mehrmonatiges Fahrverbot drohen.

Promillerechner sind nicht immer eindeutig

Viele Gäste versuchen anhand eines Promillerechners ihren Alkoholpegel zu bestimmen, damit sie wissen ab welchem Wert sie nicht mehr fahrtüchtig sind. Diese Methode ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Egal ob ein Gerät oder eine App verwendet wird, die Angaben sind meist sehr unpräzise. Der Alkoholabbau im menschlichen Körper ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Diese sind das Geschlecht, das Gewicht und die Körpergröße. Auch die regelmäßige Einnahme von Alkohol kann einen Menschen trinkfester machen. So kann ein Mann mit einer Größe von 1,80 Meter und 80 Kilo viel mehr trinken, als eine Frau, die 1.60 Meter groß ist und 55 Kilo wiegt. Maßgeblich für die Polizeikontrolle ist der Atemalkoholgehalt oder der Blutalkoholwert. Dieser kann nur schwerlich mit einem unpräzisen Promillerechner bestimmt werden.

Bei 0,3 Promille Führerschein schon in Gefahr

Viele Autofahrer denken, dass sie erst ab einem Alkoholpegel von 0,5 Promille ihren Führerschein abgeben müssen. Dies ist jedoch falsch. Bereits ab einem Blutalkoholwert von 0,3 Promille kann ein Führerscheinentzug drohen. Dies ist der Fall, wenn der Fahrer durch eine unsichere Fahrweise, wie das Fahren von Schlangenlinien, auffällt oder sogar einen Unfall verursacht. Dann drohen Bestrafungen wie Bußgelder von 500 bis 1500 Euro, sowie 2 bis 4 Punkte in Flensburg und ein mehrmonatiges Fahrverbot. Wegen grober Fahrlässigkeit drohen zudem Leistungsverluste bei der Kaskoversicherung.

Nach der Weihnachtsfeier lieber mit dem Taxi oder dem Bus nach Hause

Der sicherste Weg ist jedoch immer noch das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn man sich nicht sicher ist, wieviel Alkohol man schon im Blut hat, sollte man immer sein Auto stehen lassen. Sogar nach einem Glas Glühwein kann man schon fahruntauglich sein. Deswegen tut man nicht nur sich, sondern auch den anderen Verkehrsteilnehmern einen Gefallen, wenn man mit dem Bus oder mit dem Taxi, nach einer fröhlichen Weihnachtsfeier, nach Hause fährt. Denn ohne Führerscheinentzug und hohen Bußgeldern kann man die Weihnachtszeit doch viel besser genießen.